Farben mischen
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Aus dem Forum :
... 1. Am Glasstab: Man nimmt einen Glasstab den man etwas schräg in die Flamme hält um ihn anzuwärmen und "malt" mit einer anderen Farbe einen Streifen der Länge nach darauf, Wenn der Streifen zu wenig Glas hat einfach mehrfach drüber gehen. Dann wird alles schön durchgeheizt bis es schön weich ist. Und nun matschen, drehen, ziehen, aufwickeln, kneten stauchen, verschmieren, solange bis die Farben sich komplett miteinander vermischt haben. Aufpassen daß vom Trägerstab nicht zu viel mit hineinkommt dann stimmt das Verhältnis nicht mehr. Daraus einen Stab von sinnvoller Dicke ziehen.
2. Zwischen Punties: Die Mischpartner werden in Ca. 3cm lange Stücke geschnitten. Jetzt wird ein alter Perlendorn ohne Trennmittel genommen und am Ende erhitzt. Daran werden nacheinander die Glasstücke festgeschmolzen. Jetzt wird dieses Bündel langsam aufgeheizt und ein zweiter Dorn am anderen Ende des Bündels angeheftet. Zunächst wird das Bündel so erhitzt, daß die Luft entweichen kann. Sobald der Glasklumpen halbwegs blasenfrei und weich ist beginnt man, ihn in sich zu verdrehen, gerade so alsob man einen Twisty drehen will. Sobald das Glas dicht verdrillt ist wird es gezogen und dann gefaltet oder wieder aufgewickelt. Diese Operationen werdem so lange wiederholt, bis das Glas homogen gemischt ist. Jetzt wird das Glas zur "Zitronenform" laufen gelassen und in der gewünschten Stärke zum Stab oder Stringer gezogen. Sobald das Glas fest ist wird der eine Dorn direkt neben dem Glas erhitzt und aus dem Glas heraus gezogen. Jetzt wird der Glasstab mit der vorgewärmten Pinzette angefasst und der zweite Dorn erhitzt und abgezogen. Alternativ kann man den Glasstab hinlegen und dann die Verbindung zum zweiten Dorn mit der nassen Pinzette abschrecken und wegbrechen.
Tipp zur Stärke der Dorne und den Glasmengen:
- 2-mm-Dorne: Am Eingasbrenner bis Ca. 2 Gramm, am Zweigasbrenner bis maximal 5 Gramm einsetzbar.
- 3-mm-Dorne: Am Eingasbrenner bis zum Limit von 5 Gramm, am Zweigasbrenner bis Ca. 10 Gramm
- 4-mm-Dorne: Am Zweigasbrenner bis Ca. 25 Gramm einsetzbar, darüber wird das Mischen recht langwierig und belastet die Handgelenke.
- dickere Dorne bringen nur bedingt Vorteile, da sie viel Wärme aus dem Glas ziehen.
...also ich bin wirklich kein Experte, aber ich mach das immer so: ich mache zwei Glasstangen gleichzeitig in der Flamme heisse (eine in der linken und eine in der rechten Hand) - sobald die Spitzen der Glasstangen ziemlich heiss sind und rotglühen, drücke ich die beiden Glasstangen zusammen - jetzt kannst Du vorsichtig, durch leichtes hin und her bewegen das Glas mischen - so entsteht ein Glasplob aus dem man dann Stringer ziehen kann....wenn Du allerdings die beiden Farben nicht gut mischt, vermischen sie sich nicht - selbst wenn das passiert, kann man die Stringer noch gut für interessante Muster verwenden...
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Es giebt einige Mischpaare, die weniger empfehlenswert sind:
Kupferhaltige Farben (werden rot wenn das Glas zu tief in der Flamme war) und Rubino Oro vertragen sich nicht mit Schwefelhaltigen Farben (Gelb, Orange, Rot, Elfenbein, Topas). Opakes Mittel- und Dunkelgrau ergeben auch schwarze Massen mit den "Schwefelfarben".
Die Trübungsmittel der meisten Pastellfarben (Effetre-Gläser) machen recht schnell "Schlapp", wenn transparentes Glas dazugemischt wird. Die Trübungsmittel der Spezialfarben sind da etwas robuster, die Farben etwas empfindlicher. ...
Quelle :
Perlentreff-Forum
--Lodin Erikson 23:03, 25. Feb 2006 (CET)

